It’s A Kind Of Magic: Der Workshop-Effekt

Schon mal erlebt? Wenn die Luft schon langsam stickig wird und dennoch alle fieberhaft über ihren Aufgaben hängen? Wenn einer dieser langen, anstrengenden Tage im großen Konferenzraum vorbei ist und die Kunden trotzdem lachend und mit roten Backen die Agentur verlassen? Dann hat wahrscheinlich ein Workshop stattgefunden in dem in kürzester Zeit Ergebnisse erzielt wurden, die sonst nur in wochenlanger zäher Abstimmung aber viel eher noch gar nicht entstanden wären.  Workshops und Workshop-Moderation dienen der effektiven Zusammenarbeit und Ergebnisfindung. Das gilt natürlich nur, wenn sie gut geplant und intelligent ausgeführt werden. Was wir mit Workshops erreichen können habe ich bereits hier beschrieben, aber neben den positiven und schnellen Ergebnissen entsteht auf einer zweiten Ebene noch viel mehr. Und das ist der Workshop-Effekt.

Was das genau ist? Hier eine Zusammenfassung:

Effekt 1: Spaß macht innovativ

Eigentlich sollte Spaß ja schon ein für sich selbst stehendes Ziel sein. Im Rahmen von Unternehmen kann man sich jedoch schon fragen, was das bringt, denn Spaß haben wird in der Regel mit Tätigkeiten verknüpft, die nichts mit Arbeit oder Effizienz zu tun haben.
Aber die Rechnung ist ganz einfach: Wir sind Menschen. Wenn durch gute Workshop-Moderation die Atmosphäre locker ist und wir uns trauen aus uns heraus zu gehen, Dinge zu äußern, die wir sonst für uns behalten würden, wenn wir sehen, dass unsere Meinung und unsere Vorschläge unabhängig von unserem Status gehört und verwertet werden, wenn ein Rahmen vorhanden ist, innerhalb dessen Fehler gemacht werden dürfen, dann sind wir motiviert und Arbeiten macht Spaß. Und dann entstehen außergewöhnliche, innovative Ideen und Ergebnisse.

Effekt 2: Aus Kunden werden Team-Mitglieder

Ich weiß nicht wie das anderswo ist, aber wir brauchen das Wissen unserer Kunden um in den komplexen Projekten die wir betreuen, voranzukommen. Nicht nur die Nutzer sind relevant, sondern auch alle unternehmensinternen Zusammenhänge. Und niemand weiß darüber so gut Bescheid wie unsere Kunden. Das heißt auch, dass die Kunden aktiv am Projekt teilnehmen müssen und nicht nur alle paar Wochen zum Schulterblick vorbeikommen können.

Der erste gemeinsame Workshop ist sozusagen ein Exempel, eine Probe der Zusammenarbeit. Haltungen werden ausgetauscht, es wird diskutiert, bewertet, Ideen werden gefunden und gestaltet. Die Kunst der Workshop-Moderation bedeutet in diesem Fall: Das Chaos in dieser komplexen Prozesse nutzbar zu machen.

In der Regel bewirkt diese organisierte Zusammenarbeit, dass unnötige Distanz abgebaut wird. Auf der einen Seite der Auftraggeber, der noch misstrauisch ist und Beratungsansätzen und Angeboten teilweise argwöhnisch gegenüber steht: Ist das nicht zu teuer? Führt diese Maßnahme wirklich zum Erfolg? Auf der anderen Seite der Dienstleister, der ebenfalls eine gute Portion Misstrauen mitbringt. Wollen die wirklich geile Ideen umsetzen? Oder nur ihre internen Machtspiele durchziehen? Können die sich das leisten? Dadurch, dass in Workshops wirklich gearbeitet, ausgetauscht und Ergebnisse erzielt werden, lernt man sich kennen, Vertrauen baut sich auf und die künftige Zusammenarbeit muss weniger hinterfragt werden.

Kurz gesagt: Spaß entsteht, Probleme werden offen angesprochen, aus Austausch wird Zusammenarbeit, aus in Hierarchien geordneten Profis werden Menschen, die zusammen eine Aufgabe erledigen. Kurz gesagt: Aus Kunden werden Team-Mitglieder.

Effekt 3: Gemeinsame Bilder und Ziele entstehen

Manchmal kommt es in Projekten während der Umsetzung plötzlich zu Zielverschiebungen. Dann muss alles neu gedacht, neu entwickelt und neu aufgestellt werden. Keine Frage: Irgendjemanden kommt das teuer zu stehen. Meistens den Kunden selbst, denn der Anlass für den Change liegt in den meisten Fällen an unternehmensinternen Unstimmigkeiten.

Workshops haben insofern einen risikominimierenden Charakter: Alle sitzen an einem Tisch, vom Boss über den Redakteur, manchmal sogar bis zum Endkunden. Alle können ihre Anforderungen äußern, die anderen lernen etwas über deren Arbeit. Ein gemeinsames Verständnis entsteht. Und alles wird bildlich – mit Hilfe von Sticky Notes – festgehalten.

Über die Wirksamkeit von Bildern gibt es viel zu sagen. Hier nur so viel: Bilder sind einprägsamer und prägender als das gesprochene oder geschriebene Wort, Bilder verleiten uns eher zum Handeln und Bilder – besonders in diesem Fall – helfen uns, gemeinsame Vorstellungen zu entwickeln und Dinge im gleichen Kontext wie unsere Mitstreiter zu sehen.

So hat die IT-Chefin plötzlich die gleiche Vorstellung vom Gesamtprojekt wie der Marketingleiter und sieht nicht nur den Ausschnitt, der sie – verständlicherweise – am meisten interessiert.

Gemeinsame Vorstellungen, antizipierte Motive, ein Zielbild. Ohne das gehen die meisten Projekte vor die Hunde. Aus diesem Grund bedeutet ein Workshop auch immer Risikominimierung.

 

Workshop-Moderation bei der mediaworx berlin AG

Hier haben wir die Workshops beschrieben, die wir anbieten. Bei allem Weiteren bitte einfach anfragen.

 

 

Katja Paar

Digital Strategist, Storyteller, Visualizer, Design Thinker, UX Enthusiast, Trainer, Hiker, Salsera, Leitung Kreation bei mediaworx berlin AG.

E-Mail
Artikel teilen

Kommentar?

mediaworx Newsletter